4 Der Stil und die Art Jesu
4.1. Sein Tanz: Das Ökosystem
Jesus war in Seinem Vorbild und Seinen Lehren klar – und Seine auserwählten Lehrlinge ebenso: „Ich werde Mein Ökosystem aufbauen, den Tanz“, kein „Atten-Dance“-System, bei dem es nur um bloßes Erscheinen bei Zusammenkünften geht.
Es gibt keinen ehrlichen Weg, die heutige und historische cringe-Frucht von Jahrhunderten aus Anwesenheit-Klerus-Sauerteig zu ignorieren – die Verfallsform dessen, was Jesus uns aus dem Himmel gebracht hat.
4.2. Ganz normale Menschen, bis wir es nicht mehr sind
Ich weiß, ich weiß. Wir sind alle „nur ganz normale Menschen.“ Wen hat Er denn sonst – außer uns kleinen Leute? Aber genau darum geht’s! Sein Plan, der „sogar die Engel staunen lässt“! (Und ja, Engel sind auch real. Valid.)
Wir haben unsere Depressionen, unsere Ängste und unseren Stolz aus Unsicherheit, unsere bedauerliche Schimpfsprache, unsere Unbescheidenheit, unchristliche Gewohnheiten, unsere Abwehrhaltung und unserer Eitelkeit.
Wir tragen immer noch Stolz aus Selbsttäuschung in uns, hartnäckige Laster und hyper-religiöse, hyper-legalistische und verkopfte Gedanken.
Wir schleppen unseren ganzen angelernten Unsinn und den geerbten DNA-Schaden mit uns herum. Und trotzdem will Er unser Freund sein. Er hilft uns, über uns selbst zu lachen. Und Er formt uns in Sein Ebenbild – in die „Familienähnlichkeit Seines Sohnes, Jesus“.
Er wäscht uns rein, damit wir durch Seinen Geist und Sein Zoe-Leben so leben können, wie Er lebte – und Ihm immer ähnlicher werden in Herz, Denken und Charakter. Er kam nicht nur, um uns zu retten. Er kam, um uns zu verändern, DAMIT wir Seinen Plan vollenden können: „Gefangene freizusetzen“ – durch Seinen Leib, Sein Volk, Sein Priestertum aller Gläubigen, durch Seinen Geist.
Er kam, um uns zu zeigen, wie man aus Seiner übernatürlichen Himmlischen Quelle lebt – statt einfach nur ein natürlicher, sterblicher Mensch zu bleiben. Aber das kann NICHT in einem heiligen-Tag-Anwesenheitssystem passieren. Er hat uns für ein tägliches Ökosystem designt. Wir können uns allein NICHT schnell genug verändern – nicht nur durch Wahrheit, nicht bei Zusammenkünften, nicht in Bibelstunden. Er hat uns für ein Ökosystem designt. „Hundert Mütter, Brüder, Schwestern, Länder, Besitzt und Zoe-Leben.“
Feuer, oder? Ja, safe. Du weißt es.
4.3. Sein Heiliger-Geist-Regenwald
Er nimmt uns alle und lehrt uns, wie wir unsere Hände öffnen – still zu vertrauen, gemeinsam zu vertrauen.
Also bitte: Raus aus dieser Bewegungs-Mentalität. Raus aus der emotionalen und intellektuellen Faulheit, die sich hinter Ritualen versteckt. Gib dich nicht zufrieden mit coolen Wortstudien im Griechischen. Hör auf, religiösen Jargon aufzuschnappen und ihn in ein System einzubauen, das es biblisch gar nicht geben sollte. Du – deine Kinder und alle, die noch fern sind – verdienen Besseres... sie verdienen Ihn ganz. Sein Design ist Sein Ökosystem des Lebens.
Das System kann manchmal schon ein bisschen helfen – wie ein großartiger, zufälliger Golfschlag mit einer schrecklichen Schwungtechnik. Aber das ist kein echtes Feedback. Gib dich damit nicht zufrieden. Warte nur, bis du dein „Schwung-Video“ aus der Außenperspektive siehst. „Real versus Feel” ist ein echter Slogan.
Zufällige Erfolge sind Gottes Gnade – nicht Gottes Plan für Seine Gemeinde und die Welt. „Die ganze Schöpfung seufzt nach Bibelstunden und Worship-Bands in drei Gottesdiensten am Sonntag und nach 90 % weltlich lebenden Menschen, die in ihrem echten Leben nichts mit dem Sohn gemeinsam haben“? Das ist NICHT Sein Plan, auch wenn Er freundlich und großzügig ist.
Uns zu geben, was wir wollen – so wie Er Israel Saul gab, weil sie wie die anderen Religionen der Welt sein wollten – heißt nicht, dass Gott ein Fan unserer Ideen ist. Oder dass es keine Konsequenzen geben wird. GOTT will ein Ökosystem, in dem Sein Volk zu seinem vollen Potenzial heranwächst. Seine Absicht, Sein Design ist es, uns in die „Gestalt von Christus“, Seines Sohnes, zu bringen, damit wir SEINE Frucht ganz natürlich tragen, ohne Programme, Reden und heilige Tage! Diese sind nicht Sein Design.
Also sind Rituale, Systeme, Hype-Events und Anwesenheit alle schlecht? „Keineswegs!“ Aufrichtige Menschen im System werden oft „in Formaldehyd konserviert“ oder „eingelegt“, geschützt dadurch, dass sie ihre eigene Beziehung zu Gott pflegen. Sie bekommen durchaus etwas Kostbares aus Gottes Wort in einem „Gottesdienst”, einer „Messe“ oder einer „Bibelstunde“. Vielleicht brauchen oder schätzen sie die Wahrheit, die sie hören sehr. Vielleicht weinen sie im „Worship”, weil sie gerade versagt haben oder eine Tragödie erleben. Vielleicht nehmen sie diese Momente mit Gott und leben sie später im Alltag wirklich aus.
Aber das ist nicht Gottes Design. Es sollte – und es kann – ZWANZIG solcher Gelegenheiten jede Woche ihres Lebens geben, unverdünnt durch tausend weltliche Killer.
Wie viele Minuten in einem Regenwald-Ökosystem passieren „nichts“? Keine. Tag und Nacht. Groß und klein. Ganz anders als das System mit einem „Ein-/Aus“-Schalter, (mit weltlichen Giften in der „Gemeinde“ und oft auch in den „Predigten“), heilt das Ökosystem allmählich den unsichtbaren Virus in der Seele jedes Mannes und jeder Frau. Das natürliche Beschneiden und der Kreislauf des Lebens machen Platz für neues, stärkeres Leben. Es ist beängstigend, aber notwendig.
Wie im Regenwald-Ökosystem gilt auch im Jesus-Ökosystem: wir sind uns immer „Gottes bewusst“ und mitten in Seinem wachsenden Leben. Wir sind „täglich zueinander gerufen, um uns zu ermahnen und zu ermutigen.“ „Eisen schärft Eisen.“ „Treu sind die Wunden eines Freundes.“ „Von einer Stufe der Herrlichkeit zur nächsten.“
4.4 Wenn Jesus würgt, müssen wir auch würgen
Was macht Jesus übel? Selbst in den guten Momenten des Anwesenheit-Klerus-Systems gibt es „Sauerteig im Teig“, wie die Bibel es nennt. „Lauwarm“ ist eine Mischung aus etwas heiß und etwas kalt. Jesus sagte, dass Ihn die lauwarme Mischung zum Erbrechen bringt. Warum eigentlich? „Ist das nicht eine ziemlich krasse Überreaktion, Jesus?“
Offensichtlich ist es keine Überreaktion. Jesus ist nicht so. Wenn uns das schockiert, sollten wir herausfinden, warum – denn Er hat recht und wir liegen arg daneben.
Sagen wir es klar: Wenn wir denken, Er liege falsch, dann liegen wir falsch.
Sein Würgereflex gegenüber einer „Gemeinde“ mit „ein bisschen heiß und ein bisschen kalt“ hat einen Grund: ER WEISS, was passieren wird. „Ein wenig Sauerteig“, „ein wenig Gift“, breitet sich aus und beschädigt alle, ob sie betroffen sein wollen oder nicht. Es zerstört junge Menschen – ob wir es merken oder überhaupt benennen können, wie. Jesus hat das gelehrt und Er sieht es klar, auch wenn wir es nicht sehen oder ihm nicht zustimmen.
Wir denken arrogant, wir könnten „das Fleisch essen und die Knochen ausspucken“. NEIN, KANNST DU NICHT. Gott sagte: „Schafft den Sauerteig aus dem Teig.“ Gott befahl den Rebellen „Achan“ (aus der Stadt Ai, in Josua 7), der in seinem Zelt Sünde versteckt hatte, zu steinigen, sonst würde er ALLE schädigen. „Eine einzige verborgene Tat kann zu Gottes Gericht und schließlich zu systemweitem Zusammenbruch führen.“ Gott sagte: „Schafft ihn hinaus, sonst werdet ihr alle dafür bezahlen!“
Dasselbe sagt Gott heute über verborgene, kompromissbehaftete, halbherzige Leben unter uns, mit denen wir weiterhin Beziehungen pflegen.
Für die, die wirklich im Blut Jesu gewaschen sind – weil sie ihr Leben echt an Ihn übergeben haben – sind Schwäche und Versagen kein Sauerteig mehr. Schwäche und Unreife sind kein Sauerteig. Licht, Aufdeckung und Veränderung zu hassen – das ist Sauerteig. Das „Urteil“, wie Jesus es nannte, ist „das Licht zu lieben“. Das ist der Test. Nicht Leistung oder Perfektion. Versteckte Sünde, das Dunkle lieben, Kompromiss, halbe Hingabe... War Jesus „unfair“ gegenüber dem reichen jungen Mann und anderen? Auf keinen Fall. Einfach gesagt, unser Maßstab von „gut gemeint“ und „netter Mensch“ ist NICHT Gottes Standard. Und wir würden Gott spielen, wenn wir Ihn falsch darstellen – ob wir es begreifen oder nicht.
Lauwarmheit in der „Kirche“ reduziert das Potenzial selbst guter Menschen um Größenordnungen. Wer sie „hätten werden können“, wird zerstört, sagte Jesus – sogar durch einen einzigen Achan, der Gottes Maßstab verändert. Falsches Mitleid, Saul-Opfer-Ausreden. „Gott wird meine Situation schon verstehen.“ Geht da nicht hin.
Gott schlug Achan nicht Selbst tot. Oder Ananias und Saphira – zumindest nicht direkt. Gott ließ Sein Volk damit umgehen. Und das gilt auch heute noch. Im Ökosystem von „täglich an öffentlichen Orten und in verschiedenen Häusern“ ermahnen, ermutigen, reden und wenden wir Jesu Wahrheit täglich aufeinander an“ – mitten im Alltag voller Freude, lebendig, produktiv, kreativ, mit Familien und Berufen – damit niemand durch Sünde verhärtet und getäuscht wird. Leben werden durch Sein gewagtes Design Verändert – Leben, die niemals durch etwas anderes hätten verändert werden können.
Und wenn es doch Sauerteig gibt – verborgenen Ungehorsam im Zelt – wird Gott es zeigen, wenn es uns am Herzen liegt, Ihm zu gehorchen. „Ohne Heiligkeit wird niemand den Herrn SEHEN.“ Jeder bekommt Tag für Tag eine Chance – organisch und so diskret wie möglich (Matthäus 18) – diese Sünde hinauszuwerfen. Wer da nicht nachgibt, ist Sauerteig. Wer aber ein gebrochenes Herz hat und es wirklich ernst meint, ohne sein Image zu retten oder Vorteile zu sichern, sondern aus Liebe zu unserem Meister – wird mit offenen Armen vergeben.
Sogar Sprache und Haltung können Sauerteig sein. Paulus sagte: „Warnt eine spalterische, streitsüchtige, verräterische Person einmal, ein zweites Mal, und dann habt nichts mehr mit ihr zu tun.“ Davon gibt es viele Beispiele. 1. Kor. 5, 2. Kor. 2 und 2. Kor. 7 handeln alle von derselben Person in Korinth, die – nachdem sie, wie Gott es befohlen hatte, als Sauerteig behandelt worden war – total umkehrte und deren Seele gerettet wurde! Warum also nicht versuchen? Gott hat es befohlen, in SEINEM Ökosystem. Beschneiden ist für das Gute da – kein hässlicher Befehl eines gleichgültigen Gottes. Lebt es. Traut euch. Und wir alle lernen aus dieser Klarheit.
Wenn Sauerteig in „der Welt“ ist, sagte Jesus: „Lasst es – die Engel werden sich schließlich darum kümmern.“ Jesus sagte: „Das Feld ist die Welt.“ Nicht die Gemeinde. In der Gemeinde haben wir den Auftrag, einen Weg zu finden – „Eisen schärft Eisen“ – um Sünde liebevoll zu lösen, statt sie zu ignorieren.
Wir sind nicht unschuldig, wenn wir unbiblisch in einem System bauen. In einem Anwesenheits-basierten, Klerus-basierten System gibt es keinen Weg, zu erkennen, ob dort Sauerteig ist – oder Schwäche, oder Heuchlerei. Oft fehlt bei manchen kulturellen „Anwesenden” sogar echte Bekehrung. Diese geringe Qualität des Lebens in dem, was wir „Gemeinde” nennen, beraubt alle – von den Kindern bis zu den ältesten sogenannten „Mitgliedern”.
In diesem Fall sind wir schon massiv geschwächt, bevor wir überhaupt beginnen. Niemand wird auch nur die Hälfte seines Potenzials erreichen, Jesus ähnlich zu werden, in einem System, das Hebräer 3,12-14 widerspricht. „Nicht zu wissen”, dass es innere Weltlichkeit oder Vernachlässigung gibt, weil sie von denen verborgen wurde, die Grund hatten, sie zu verbergen, ist keine Entschuldigung, Lauheit zu schützen. Das System versteckt Sünde und fehlende Bekehrung, hemmt Wachstum und zerstört junge Menschen und Ehen.
Das Ökosystem ist wie Jesus, der im Alltag zu jemandem kommt und Seinen Arm um ihn legt. Vielleicht verändern sie sich. Vielleicht nicht. Aber im Ökosystem des täglichen gemeinsamen Lebens mit Jesus hatten sie wenigstens die Chance, herauszufinden, ob sie Sauerteig waren – oder einfach nur Babys, die Hilfe brauchen. Was für ein Unterschied!
Weil wir die Kultur und das religiöse Weltsystem übernommen und uns daran angepasst haben - mit unserer „Anwesenheits-basierten” Religion statt „TÄGLICH an öffentlichen Orten und von Haus zu Haus, ohne Programm oder Anwesenheitspflicht oder zugewiesenen Leiter außer Jesus” - werden wir weiterhin 70–90 % der jungen Leute und 50 % der Ehen verlieren. (Barna, Lifeway, Graham, Promise Keepers usw.)
4.5. Der Weg nach vorne
Sei dabei niemals die wütende junge Frau oder der wütende junge Mann. Sei einfach Gottes Mann oder Gottes Frau oder Gottes junger Krieger, der noch wächst. Friedlich. Demütig.
Willst du wirklich „Tische umstoßen”? Wie der Zimmermann Jesus wissen wir alle, dass Bücher, Musik und sogar Ablässe zu verkaufen einfach cringe ist – Rage-Bait im Himmel. Wir WISSEN doch: Jesus, Johannes, Paulus und Petrus hätten niemals ihre Bücher, Musik oder ihre Lehren VERKAUFT, „Liebesopfer” angenommen oder Autogramme gegeben. Verstanden.
Aber sei geduldig. Lass dich von der „Begeisterung für das Haus des Vaters“ verzehren – nicht von Ego, Angst, Ungeduld, Ruf oder Marke.
Geh keine Kompromisse ein, aber bleib freundlich. Auch wenn wir weitergehen und das Richtige tun müssen – für Jesus und für die Zukunft aller –, bedeutet das nicht, andere auf dem Weg niederzumachen.
Wir müssen aufhören, uns selbst so krass ernst zu nehmen – und dieses angestrengte Prinzessinnen-Getue auch.
4.6. Im Charakter Jesu wachsen
Klar, wir sind Menschen. Wenn wir durch Hingabe an Jesus den König befreit und gewaschen sind und nun Seinen Geist in uns tragen, sind wir nicht mehr nur Säugetier-DNA. Aber das heißt nicht, dass wir nicht noch massiv viel Veränderung vor uns haben.
Jeden Tag ein kleines Stück mehr dem Charakter Jesu ähnlicher werden (+1, +1, +1) – das geschieht in einem Ökosystem gemeinsamen Lebens. Anderswo passiert das nicht, außer wenn man von einem Wundern getroffen wird. Sein PLAN ist ein Ökosystem. Aber Wachstum ist nicht das, wodurch wir gerettet werden. Unsere 100 % sind bereits gegeben – lauter Einsen, volle Annahme vom Vater, für immer mit Ihm zu sein, wenn wir ganz auf Jesus gesetzt haben und unser eigenes Leben loslassen. Wir „verdienen” uns die perfekte Liebe des Vaters nicht. Wenn wir unser Leben, unsere Entscheidungen und unsere Wünsche Ihm übergeben und wirklich unser Kreuz auf uns nehmen, haben wir im Glauben an Sein Blut und an Seinen Weg der Liebe zu uns die Kleidung von Jesus angezogen. Es ist vollbracht.
Und jetzt, wenn es innen in dir schreit oder weint, wenn du unter irgendwelchen Schmerzen komplett am Ende bist ... kannst du den Namen des Herrn anrufen und trotzdem Jesus und andere an erste Stelle setzen. Du brauchst kein trotziges Kind mehr zu sein oder völlig auseinanderzufallen. Wachse.
In einem Ökosystem helfen wir uns gegenseitig, ZU SEIN, statt nur zu denken, wir „wüssten“ ein paar Dinge. Dinge im Kopf zu wissen, aber dem Leben nicht nachzugehen, das ist der falsche Baum im Garten. „Wissen“ ist etwas ganz anderes als „Werden“.
Jesus hat uns gezeigt, wie man unter Druck reagiert, während Er „unter uns” war. Er hat uns gezeigt, wie man den Menschen um sich herum in die Augen schaut und ihre Struggles fühlt. Wenn wir uns Minute für Minute Seiner Liebe, Seinem Leben und Seinem Geist unterstellen, werden auch wir solche Menschen sein – ein Königliches Priestertum.
4.7. Der einzig akzeptable Outcome
Ein „Mann VON Gott“ oder eine „Frau VON Gott“ zu sein, ist das einzig akzeptable Ergebnis für dein Leben und für unsere Generation.
Dieses Buch handelt – sowohl symbolisch als auch ganz praktisch – von einer Rückkehr in den Garten Eden, diesmal richtig gemacht, in Jesus.
Wir haben jetzt eine weitere Chance, den Baum des Lebens zu wählen – in unserem von Ihm beabsichtigten Zuhause zu leben, im „Garten Eden“, in tiefer Beziehung und Verbundenheit mit Ihm und miteinander.
Wir müssen mit dem Baum der Erkenntnis fertig sein: dem Baum der Selbstrechtfertigung, des Stolzes, des Ehrgeizes, der reinen Kopf-Religion, der emotionalen Religion, der Lust, der Gier und der fehlenden Rechenschaft füreinander.
Aber wie kommen wir dorthin, wohin Jesus uns führen wollte?
Genau darüber werden wir jetzt sprechen!
4.8. Es gibt Mehr!
Es gibt MEHR! (Für alle, die sich noch fragen ...) Nein? Du denkst nicht? Willst du sagen, es gibt NICHT mehr?
„Alles ist bestens, so wie es ist.“ Willst du dieses Zeugnis wirklich festhalten? Du sagst: „Alles ist genau so, wie Jesus die Gemeinde haben will – grundsätzlich und praktisch.“ Und darauf bestehst du, vielleicht sogar mit einem gewissen Maß an Empörung oder aus einem Schutzreflex heraus?
Bist du sauer, dass jemand meint, dass Gott grundsätzlich MEHR ALS DIES WILL und dass Jesus einen Weg hat, der bisher kaum erforscht wurde?
„Lasst uns einfach an einer würzigeren Sonntags-Show arbeiten und ein paar Updates für das Feiertagsprogramm, und dann läuft das Ding. Es gibt keine ganz neue Ebene. Höchstens, wenn Gott irgendwann eine schicke ‚Erweckung‘ ausgießt. Das wäre irgendwann nett, irgendwo hinter dem Regenbogen.“
„Aber ansonsten haben wir alles im Griff. Also haltet den Mund, setzt euch hin und passt euch an. Sonst fliegt ihr beim Geheimtreffen mit dem Klerus-Boss oder seinem Assistenten raus, damit der Boss sich nicht die Hände schmutzig machen muss.“ Natürlich wird das alles als „zum Wohl aller“ verkauft, während unterschwellig Gerüchte gestreut werden, damit man sagen kann: „Ihr müsst gar nicht wissen, warum sie nicht mehr ‚da sind‘.“
Sie haben gefragt, ob Jesus vielleicht MEHR für uns hat. Du warst beleidigt und hast dich bedroht gefühlt. Also haben sie heimlich den linken Fuß der Gemeinschaft bekommen.
„Alles bestens so wie es ist.“ Du liebe Zeit. DAS ist doch nicht der Hügel, auf dem du sterben willst.
Es GIBT mehr! Und es stand schon immer in der Bibel – und in dem Leben, das offensichtlich anders als Religion war: dem Leben, das Jesus gelebt und dann hier bei uns hinterlassen hat.
Aber gemeinsam leben wir es – wenn man die Jahrhunderte und die Nationen der Erde betrachtet – kaum. Warum eigentlich? Darüber sollten wir sprechen.
An einem Sonntag da zu sein, während Sauerteig, Licht und Finsternis, Grau, heiß und kalt und lau in die Bänke oder Klappstühle gemischt werden, hat Jesus höchstpersönlich verboten. Nur weil wir nicht wissen, was wir dagegen tun sollen, oder es nicht sehen können, weil wir eine Anwesenheit/Klerus-Scheuklappe tragen, heißt das nicht, dass wir Seine Gebote ignorieren dürfen.
Wir lieben unsere „Wissenschaft“ im Westen, also hier ist etwas davon für dich.
„Wenn eine einzige reproduzierbare Beobachtung einer Theorie widerspricht, dann ist die Theorie widerlegt.
„Es spielt keine Rolle, wie schön deine Theorie ist. Es spielt keine Rolle, wie klug du bist. Wenn sie nicht mit dem Experiment übereinstimmt, ist sie falsch.“
Wenn Jesus gesagt hat: „Schafft den Sauerteig aus dem Teig“, und wenn Ihn eine „Gemeinde“ anwidert, in der heiße und kalte Leben miteinander vermischt sind – also lau –, und du den Sauerteig oder das Kalte oder Laue an einem Sonntagmorgen gar nicht entfernen kannst, dann ist das Paradigma, das System, von Anfang an NICHT das, was Jesus auf die Erde gebracht hat. Wenn man einem Gebot wie „Beseitigt den Sauerteig“ nicht folgen kann, ohne dass eine Art Gestapo-Ratespiel beginnt, und unerlösender Legalismus, Regeln und Voreingenommenheit die Kontrolle übernehmen, dann haben wir das Ganze von Anfang an falsch aufgebaut! Putsche und Chaos, Machtspiele und Pesos. Wirklich? Wir WISSEN, dass wir da nicht hin können.
Wir wissen auch, dass wir Jesus ebenso wenig ungehorsam sein können, wenn es um die verborgenen „Achan“-Probleme geht. Das einfach zu ignorieren, hat gewaltige Konsequenzen vor Gott – für unsere Kinder, für unser Zeugnis vor Atheisten, vor den Jungen und vor den „Religionen“ der Welt, die nicht Jesus sind.
Also! Bewerte System gegen Ökosystem neu und hör auf, das „bisschen Gutes“ zu verteidigen, das das System hervorbringt. NATÜRLICH bringt es etwas Gutes. Aber die guten Herzen werden für immer verkümmert bleiben – wie ein Baby, das in eine Decke eingewickelt und mit Zuckerwatte gefüttert wird, bis es zwanzig ist und nie aus dem Kinderbett darf. Und die Poser und Faker und die unwissentlich Ungeretteten werden nie eine echte Chance haben, durch praktische Beispiele im Alltag von Sünde überzeugt zu werden – zu Hause, bei der Arbeit, mit ihrem Temperament oder ihren Augen oder ihrem Mund oder ihrer Gier oder ihrem Stolz. NIEMAND SIEHT DAS an Sonntagen. Und niemand ist Priester, außer dem bezahlten Mann, der die Show leitet. Also wird sich wahrscheinlich nichts ändern – oder nicht viel.
Und der Atheist und der Teenager und der Hindu fühlt sich weiter im Recht und ist weiter von einem System gelangweilt, das Heuchelei hervorbringt und dann versucht, das Problem wegzublasen, indem es am Sonntag die Anbetungsmusik lauter dreht.
Falsches Paradigma. Dieses System ist nicht das, was Jesus vom Himmel mitgebracht hat. Auf keinen Fall. Stirb nicht auf diesem Hügel. Hab Mut – und intellektuelle wie geistliche Ehrlichkeit. Das Ökosystem, das das Paradigma-Problem löst und das Puzzle zusammenpassen lässt, ist ein Priestertum aller Gläubigen und viele fließende, organische Gaben – innerhalb eines täglichen Heb. 3,12-14-Ökosystemlebens.
Tu nicht so, als wäre das das, was wir heute um uns herum sehen. Ist es nicht. Und jeder ehrliche Zeitreisende aus Apostelgeschichte 2 und dem ersten Jahrhundert würde das, was wir heute sehen, nur für eine leere Hülle des JESUS-LEBENS halten, das sie damals sahen, als die Lehrlinge, die Jesus persönlich ausgebildet hatte, taten, was Er tat, und lehrten, was Er lebte und lehrte. Er hat Seinen Geist in Seinem Leib zurückgelassen, damit Er durch ihn ER SELBST ist, bis Er wiederkommt. Lies Apostelgeschichte 2,36-47 noch einmal und sieh, wie es wirklich aussieht, wenn Jesus in Seinem Leib lebt.
4.9. Die Welt muss Jesus in uns sehen! Nicht „für“ Ihn. IHN!
Selbst in unserer Kultur kann es ein unglaubliches, reiches Leben miteinander geben – „in der Welt, aber nicht von der Welt“. Es gibt einige von uns, die seit ungefähr 1985 in einem Ökosystem leben – über vierzig Jahre inzwischen. Ein „Zeitreisender“ aus Apostelgeschichte 2 würde zustimmen. Kein Klerus, kein ernannter oder automatisch erwarteter „Leiter“, sondern ein Königreich von Priestern. Keine Zeremonie, kein religiöses Gebäude, nichts Geplantes – sondern tägliches Leben in einer fließenden, unvorhersehbaren, nicht kontrollierten Weise.
Ein Leben ohne Programme, mit „immer zunehmender Herrlichkeit“. Inzwischen mit Kindern und Enkeln – und praktisch ohne dieses „erst mal die wilden Jahre ausleben“ (auch wenn Menschen natürlich versucht werden, jung wie alt). Dass „junge Leute sich eben erst mal verunreinigen und gegen Gott rebellieren müssen“ ist eine Ausrede, erfunden von denen im System, die jungen Menschen keinen täglichen Jesus zeigen können.
Menschen werden Jesus nicht sehen, wenn wir nicht Jesu Leben demonstrieren, so dass Kinder und Außenstehende IHN begegnen – statt einer lauwarmen, mit Sauerteig gefüllten Zeremonie mit „toller Musik und toller ‚Predigt‘“. „DARAN werden alle Menschen erkennen, dass dies ein nicht reproduzierbares Leben, direkt aus dem Himmel ist: am spontanen Zeugnis im täglichen Leben, wie ihr einander liebt.“
1. Kor. 14: „Wenn dem Zweiten eine Offenbarung kommt, soll der Erste sitzen bleiben.“ Wenn Gott ein „Ja, aber …“ oder ein „Stimmt, aber was ist mit …?“ oder ein „Das erinnert mich an diese Schriftstelle und an etwas, das mir gestern passiert ist“ hineinwerfen will – DANN SOLL SICH DER ERSTE HINSETZEN! In diesem Priestertum aller Geretteten ist der Geist von Jesus frei, jemanden aufstehen oder hinsetzen zu lassen und uns kreative Möglichkeiten zu geben zu sehen und zu wachsen – hundertmal am Tag, unter allen Priestern, die Jesus folgen. Und wenn der „Nächste, der sprechen will“ in seinem täglichen Leben als Betrüger erkennbar ist – im täglichen Ökosystem, wo er nicht abwesend oder unsichtbar ist – wird ihn wahrscheinlich jemand zur Seite nehmen und sagen: „Bro, bist du sicher, dass du mit deinem aktuellen Leben gerade das Mikrofon schnappen und rumdozieren solltest?“
Wir lernen immer noch – und wachsen jedes Jahr weiter. Und das wird immer so bleiben. Das „volle Maß der Statur Christi“ ist eine unendlich kraftvolle und bereichernde Reise ohne Ende. ZOE. Aber der Plan ist das Ökosystem – sonst bleibt nur ein selbstzerstörerisches feel-good-System, das dazu dient, jemanden oder etwas zu beruhigen oder zu fördern.
Jesus ist ERSTAUNLICH. Historisch gesehen sind Menschen das nicht. Und doch wurde Sein Leib so entworfen, dass er Ihm ähnelt – die Familienähnlichkeit – sowohl im Status der Erlösung als auch im Gemeinsamen Leben.
Keiner von uns ist schon dort angekommen. Aber während wir in Ehrfurcht vor Ihm wachsen und im Licht unseres täglichen Lebens miteinander gehen, sollen wir „wie Sterne im Universum leuchten“. Nur mal so gesagt.
Also – klingt Sonntagmorgen-Anwesenheit, mit einem Boss, der alles bestimmt, wirklich nach Jesus, dem wasserlaufenden, Tote-auferweckenden, Leben-heilenden, faszinierenden Weltveränderer? Nee.
Verse aus der Schrift herauszuschlagen und zuzuschneiden, um sie in das gewünschte „Bild“ zu pressen, das wir erzeugen wollen, ist nicht ehrlich. Das ist ein L. Das echte Bild von Jesus und Seinem Leben zu ignorieren – ausgegossen über sechzig Jahre Schreiben im Neuen Testament – nur um das Bild zu erzeugen, das wir am Ende haben wollen… ist nicht ehrlich.
Stell dir vor, ich hätte Puzzle-Teile für ein Foto des einzigen Rennpferdes, das alle großen Rennen der Welt gewonnen hat (Kentucky Derby, Triple Crown, Mongol Derby, UAE Derby), aber ich möchte, dass das Puzzle am Ende ein Ford-Pickup zeigt. Ist es wirklich ehrlich, die Teile zuzuschneiden und zu hämmern, bis sie in mein Bild passen? Es funktioniert sowieso nicht!
Erinnerst du dich an das Märchen „Der Kaiser hat keine Kleider“?
Wenn wir nicht mit Absicht unehrlich sind – weil wir unbedingt ein bestimmtes Ergebnis wollen – dann muss das Bild genau das sein, was der Designer vorgesehen hat. Und wir dürfen auf das Bild auf der Puzzle-Schachtel schauen: Apostelgeschichte 2,36-47. Und es gibt 59 „einander“-Verse und vieles mehr. Wir dürfen sehen, wie Jesus’ Leben in Seinem heutigen Leib Sein soll – es sei denn, wir tragen die falsche Brillenstärke und unsere „Cola-Flaschen-Gläser” verwirrten uns und bringen uns völlig aus dem Gleichgewicht.
Wir KÖNNEN gemeinsam WEIT mehr von Seiner immer größer werdenden Herrlichkeit erleben, als das System – der Käfig, das „Kirchentum” – uns derzeit zeigt.
„Ich hoffe, du fürchtest nie die Berge in der Ferne.
Gib dich nie mit dem Weg des geringsten Widerstands zufrieden.
Leben bedeutet vielleicht, Risiken einzugehen, aber sie sind es wert.
Lieben mag ein Fehler sein, aber einer, den man wagen sollte.
Lass nicht zu, dass ein verbittertes Herz dich hart macht.
Wenn du kurz davor bist, aufzugeben, überleg es dir noch einmal.
Schau öfter zum Himmel, nicht nur flüchtig.
Und wenn du die Wahl hast, sitzen zu bleiben oder zu tanzen
– Ich hoffe, du tanzt.”