6 Die Hoffnung und die Challenge

6.1. Erlernte Hoffnungslosigkeit

In den 1960er Jahren versetzte Martin Seligman Hunden über den Boden ihrer Käfige Stromstöße. Natürlich hassten sie das.

Aber als sie merkten, dass sie keine Chance hatten – weil die Tür verschlossen war – hörten sie auf, es überhaupt zu versuchen. Und selbst als er später die Tür öffnete, blieben die Hunde einfach im Käfig liegen.

Sie hatten Hoffnungslosigkeit gelernt. Sie hatten die Chance, frei zu sein – aber sie hatten aufgehört zu hoffen, aufgehört zu handeln. Ihr Weltbild hatte sich angepasst: an Nichts. An „irgendwie durchkommen.

6.2. Täusch dich nicht : Das Warum des Täglichen Lebens zählt

Das moderne Christentum hat sich größtenteils mit derselben ansteckenden Krankheit infiziert. Dieselben Leute, die dir beigebracht haben, dich an einem „heiligen Tag“ schick zu machen – den es in der Bibel gar nicht gibt und den es zu Lebzeiten von Jesus, Seinen Lehrlingen oder die nächsten 300 Jahre danach auch nicht gab – dieselben Leute, die dir Mardi Gras, Halloween, den Weihnachtsmann und den Osterhasen gebracht haben ... die sagen dir jetzt, dass das System alles ist, was es gibt.

Sie glauben, dass nichts Besseres möglich ist. Wenn sie dich nicht austricksen können, dass das, was sie tun, wirklich in der Bibel steht, versuchen sie es mit der fragwürdigen Ausrede „nur fürs erste Jahrhundert“ oder sie versuchen es mit „heute ist die Kultur halt anders“. Na klar, logisch. Jede Kultur und jede Zeit, jedes Land und jedes Jahrzehnt ist in gewisser Weise anders. Und? Die wesentliche Frage ist: Welche TREIBENDE KRAFT prägt den Alltag? Welche Prioritäten bestimmen deine täglichen Entscheidungen? Wie sieht Jesu CHARAKTER in dieser Kultur aus? Das äußere Erscheinungsbild mag sich unterscheiden – aber Apathie, Sauerteig, Weltlichkeit, Eitelkeit und eine auf Anwesenheit und Klerus basierende Religion werden NIEMALS eine „akzeptable“ Kultur sein – egal in welcher Generation oder Nation.

A man in a warn-torn country driving a motorcycle as he holds a large sheep on his lap.

Manche wollen uns einreden: „Es ist doch nicht wirklich Liebe zur Welt, wenn man hauptsächlich über die Welt nachdenkt, darüber redet, massiv viel Geld dafür ausgibt, alles darum plant, Freundschaften darauf ausrichtet und den Großteil seiner Energie in Entertainment, Social Media, Gaming und dunkle Freundschaften hineinsteckt.“

Aber was wäre, wenn stattdessen unsere Priorität ein tägliches Leben ist – fest mit Jesu Menschen und Seinen Absichten verwoben – im Kontext von: „in der Welt, aber nicht von der Welt“? Was wäre, wenn ein Außenstehender wirklich sehen würde, dass alle – „Vom Kleinsten bis zum Größten“ – niemanden brauchen, der ihnen hinterherläuft mit dem alten, geistlosen Bund von: „Erkenne den Herrn, erkenne den Herrn“? Was wäre, wenn ALLE Gläubigen täglich „eines Herzens und einer Seele“ wären und Jesu Priorität für diesen Planeten leben würden: „wenn ihr aufsteht, euch hinsetzt und unterwegs seid“? Das war SCHON IMMER Gottes Weg – vorgelebt in Seinem Leben und Seiner Lehre und im Leben und in der Lehre Seiner Lehrlinge. Das Ökosystem. Das Verändert alles.

6.3. Systemverteidiger und Beschimpfungen

Diese „kirchengehenden“, aber dennoch „ungeretteten Christen“ (Buch von Dean Inserra, 2019) neigen dazu zu glauben: „Das Alte ist besser“, wie Jesus über die „alten Weinschläuche“ sagte – die Form, die den Wein enthält, die zerdrückte Frucht von Gottes Weinstock.

„Niemand reißt ein Stück aus einem neuen Kleid, um ein altes zu flicken. Sonst zerreißt das neue Kleid, und der Flicken vom neuen passt nicht zum alten. Und niemand gießt neuen Wein in alte Weinschläuche. Sonst zerreißt der neue Wein die Schläuche; der Wein läuft aus und die Schläuche gehen zugrunde. Nein, neuer Wein muss in neue Weinschläuche gefüllt werden. Und niemand, der alten Wein getrunken hat, will den neuen, denn er sagt: ‚Der alte ist besser.‘“

Anwesenheit und Klerus sind sicherer, vertrauter, bequemer und passen besser zu ihrem bevorzugten Lebensstil – Kleidung, Reisen, Wohlstand, Freundschaften, Zeit, biologische Familienpräferenzen und Unterhaltung.

Für Jesu Leben bleibt darin kein Raum. „Das ist was für Sonntag – auch wenn dieses Konzept gar nicht in der Bibel steht. Ist schon okay. Dieser ganze Kram mit dem Kreuz auf sich nehmen, der Welt sterben und die Welt dir – dieses Fremdling-und-Pilger-Sein – das war was für das erste Jahrhundert.“

Wahrscheinlich sind es genau diese „ungeretteten Christen“, der Anwesenheitswelt oder der Klerus-Klasse, die dich beschimpfen, wenn du aus der Weltlichkeit aussteigst und „so lebst, wie Jesus gelebt hat“ – oder erwartest, dass sie es auch tun.

„Der Stein, den die BAUMEISTER verworfen haben – Jesus, der Seine Wahrheit verkörpert, das Wort – ist zum Eckstein geworden.“

Ein älterer neuer Bruder, der heute vor zwei Stunden in einem Fluss in Michigan getauft wurde, lebt jetzt für Jesus und Sein tägliches Ökosystem. Er sagte, dass er nach Jahren hochrangiger Religion, die sein Leben zerstört hat, jetzt wahrscheinlich beschuldigt wird, zu einer Sekte zu gehören – weil religiöse Menschen oft dazu greifen, andere einfach zu beschimpfen: C.U.L.T. – „Can’t Understand Life Together“. Ein klarer Blick.

Dieses Beschimpfen ist die „Saul-Alinsky-Taktik“ (schau dir Sauls „Rules for Radicals“ an, wie man Gegner zerstört, wenn man die eigene Position nicht überzeugend belegen kann). Es bleibt die Strategie derer, die auf Power, Prestige und Geld aus sind – in der Politik, in den Medien oder in der „Religion“.

6.4. Bleib nicht im Käfig

Und so viele sitzen – wie Seligmans Hund – weiter im Käfig: in der Religion, die Jesus nie begonnen oder bestätigt hat, obwohl die Tür zu etwas weit Größerem, gerade hell erleuchtet, weit offen steht.

6.5. Echtes Christentum: POWER!

Jesus kam nicht, um das System zu verbessern – weder das Judentum noch irgendeine andere Religion davor oder danach. Jesus ist nicht „einer von vielen Wegen auf den Berg“.

Er hat den Berg erschaffen. Und „wirft Berge ins Meer“. Mohammed hat so etwas nie behauptet, Buddha kann nicht mal aufstehen... Du verstehst schon.

Und wie ich einmal zu einem Direktor einer Graduiertenschule in Harvard sagte: „Nur weil Menschen hier und da – der Dalai Lama, Platon, Shakespeare, Buddha und andere – Dinge plagiieren können, die Jesus in das Betriebssystem des Planeten und seiner Bewohner geschrieben hat, macht sie das nicht zu Seinesgleichen. Ihn zu zitieren ist nett. Aber sich Seine Weisheit anzueignen, als wäre sie die eigene, ist Betrug.”

Er hat das Buch des Lebens geschrieben. Und Er hat Seinen Geist versprochen – nicht um ein System beruhigender Rituale zu schaffen, sondern um uns zu einer Erweiterung Seiner selbst zu machen:

Wo ist das?

Wo ist DIESES Christentum? Es war schon immer gedacht als DAS Christentum. Lasst uns dorthin gehen! Es ist eingebaut und eingebettet im Ökosystem des täglichen Lebens miteinander, mitten in erfolgreichen Karrieren, starken Studienleistungen, großartiger Elternschaft, Top-Athleten – ALL das, IM Ökosystem, nicht anstelle des Ökosystems.

Wenn dein Leben alles oben Genannte nicht enthält – wenn es für dich nur Poesie ist, aber keine Realität, und niemand um dich herum so etwas in dir sieht – dann ist etwas Entscheidendes verloren gegangen für Jesu Absicht für Seine wirkliche Gemeinde und für die Welt. Dieses Anwesenheits-Ding ist überall, aber es ist weder richtig noch wirksam. Es Funktioniert nicht mal für unsere eigenen Kinder. Wie traurig. Aber die Naiven – oder die Schuldigen – rechtfertigen es mit einem Slogan direkt von Satan: „Sie müssen sich halt ihre Hörner abstoßen. Sie MÜSSEN ihr Leben für immer beschädigen oder zerstören. Sie müssen.“

Die Erfahrung von Menschen ist NICHT der Maßstab – und nicht die Grenze – dessen, was in Jesus wahr und möglich ist.

6.6. Das Problem

Das Problem ist:

Nicht bei Jesus.

Nicht bei der Schrift.

Sondern beim System.